Johannes Torka

Johannes-Torka-Straße

Die Johannes-Torka-Straße ist eine Stichstraße, die von der oberen Färberstraße in östlicher Richtung in ein Wohngebiet führt. Fußläufig oder mit dem Fahrrad ist sie auch von der Kempener Straße erreichbar. Die Benennung der neu gebauten Straße erfolgte am 25. April 2017.

Johannes Torka
Johannes Torka

Johannes Torka wurde am 7. Januar 1932 in Frankenstein in Oberschlesien, geboren und hatte sechs Geschwister. Als die Familie am 8. Dezember 1945 vertrieben wurde, fand sie 1946 in Aurich/Ostfriesland eine neue Heimat. Torka machte Abitur und trat 1953 als Novize in den Orden der Pallotiner in Olpe/Sauerland ein. Ab 1955 studierte er an der Theologischen Hochschule der Pallotiner in Schönstatt bei Vallendar.

Sein schon in Kinderzeiten vorhandener Wunsch, Missionar zu werden, erfüllte sich nicht. Daher wechselte er in das Bistum Aachen und studierte an der Jesuiten-Hochschule St. Georgen/Frankfurt. Nach dem Examen trat er im März 1958 ins Priesterseminar ein.

Die Priesterweihe war am 12. März 1960 in Aachen.

Bis Oktober 1960 arbeitete er als priesterliche Aushilfe in St. Anna, Düren und St. Mariä Himmelfahrt, Mönchengladbach-Neuwerk

Nach Kaplanszeiten an St. Godehard in Vorst (1960-1966) und Hinsbeck sowie einer Zeit (1966-1969) als Pfarrvikar in Hinsbeck (1969-1973) war Johannes Torka 1970 - 1973 Vorsitzender des Pastoralverbandes Nettetal. Am 15. Februar 1973 erfolgte die Ernennung zum Pfarrer an St. Sebastian, später zum Dechant des Dekanates Nettetal-Grefrath (1973-1983). Regionalpfarrer der Region Kempen-Viersen (1979 - 1985 ) Johannes Torka war bis 30. Juni 2000 Pfarrer in Lobberich.

Pfarrer Torka war nach seiner Pfarrerszeit zunächst 2000/2001 Pfarradministrator in Hinsbeck. Als sein Nachfolger im Pfarramt Link Pfr. Kerkhoff beide Gemeinden als Pfarrer übernahm, diente er der inzwischen entstabndenen "Weggemeinschaft Lobberich Hinsbeck" 2002 - 2003 als Subsidiar. Johannes Torka hatte zuletzt seinen freiwilligen Tätigkeitsschwerpunkt im Marienheim Hinsbeck und engagierte sich durch Spendensammeln für die Chorfenster der Pfarrkirche. Die Bauarbeiten dazu konnten kurz vor seinem 75. Geburtstag begonnen werden. Wenige Tage darauf verstarb Johannes Torka im städtischen Krankenhaus. Er gründete zwei Link Stiftungen (zum Erhalt der Kirchen und für Sozialarbeit) für die Pfarrgemeinde

In seine Amtszeit fallen Renovierungen der Pfarrkirche und der Alten Kirche, der Neubau des Jugendheims Arche sowie des Pfarrheims "Brücke".

Torka war Mitbegründer des Vorster Hilfswerk Action Medeor. Er engagierte sich für Hilfen für Kolumbien, Bosnien, Kroatien und Afrika.

In der Zeitung stand sie, diese Stellenanzeige:

"Baumeister gesucht - fürs himmlische Jerusalem.“

Es müsste einer sein, der es verstünde nicht nur Steine zu stapeln.
Es müsste einer sein, der wüsste wie wichtig der Bau aus Stein und aus Menschen ist.
Es müsste einer sein, der es mit den „Bauleuten“ kann.
Einer, der zwar nicht immer bequem, immer aber voller Visionen ist.
Einer, der etwas erlebt hat und davon zu erzählen versteht, der nicht auf die Uhr schaut.
Einer, der zum Mitmachen begeistern kann.
So einer, ja so einer müsste es sein!
Die Zeitung zugeschlagen… Den ganzen Tag nachgedacht…
Abends die Kontaktdaten noch mal angesehen und Kontakt aufgenommen:
"Ja, so einen haben wir in Lobberich.
Wir geben ihn ungern ab… und wenn, dann nur in gute Hände!“

In Deine, guter Gott…


  • Link Westdeutsche Zeitung vom 12. Dezember 2017: Einweihungsparty im Niedieckpark
    Straßen und Wege sind fertig, die Lampen und Pfosten für den östlichen Abschlusszaun stehen, auch Bäume sind schon gepflanzt. „Nur die Straßenschilder haben wir vergessen“, sagt Laarakkers-Mitarbeiterin Meliza Schöning. Dafür prangt der Name jetzt riesengroß an einer Zeltwand: Er erinnert an Johannes Torka, der viele Jahre Pfarrer der katholischen Pfarre St. Sebastian war.
  • Westdeutsche Zeitung vom 6. Januar 2007:"Ein Helfer vor dem Herrn wird 75",
  • Westdeutsche Zeitung vom 26. Januar 2005: "Als Christ suche ich Wege der Versöhnung"
  • Westdeutsche Zeitung vom 12. Januar 2007: Johannes Torka gestorben - "Für Johannes ist der Tod eine Erlösung"
  • Westdeutsche Zeitung vom 18. Januar 2007: Riesiger Trauerzug für Johannes Torka

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