Straßen in Lobberich

van der Upwich-Straße

Die Straße führt von der Kempener Straße im Süden nach Norden und hat zwei Abzweige gleichen Namens
Sie erinnert an die Unternehmerfamilie van der Upwich.

Drei Generationen der Familie van der Upwich waren in Lobberich tätig:

Fabrikant Hermanus Johannes Petrus van der Upwich, (* 04. 11.1835 in Nunspeet/Niederlande, +11.09.1922, Lobberich) trat 1851 als Lehrling in die seit 1845 bestehende Lobbericher Stücksamt- und Samtbandfabrik am Hinsbecker Weg (später Bahn- und Link Niedieckstraße) de Ball ein, die von Felix und Viktor de Ball betrieben wurde. 1861 hat Firmeninhaber und Vater der Geschäftsführer Johann Ludwig de Ball die Firma an seine Mitarbeiter Hermann Reifenstuhl und Hermann van der Upwich verkauft. Sie firmierte dann als "J.L. de Ball & Cie. Nachf"

Hermann van der Upwich führte sie zu weltweiter Bedeutung. Er war stets aufgeschlossen für die sozialen Belange der Arbeiter, besonders in den Notjahren 1916/17. Er war erster Beigeordneter der Gemeinde, Kreisdeputierter und Armenpfleger.
Lesen Sie auch einen Bericht der Link Spätlese vom September 2007

Am 13.06.1903 wurde Hermann van der Upwich zum Königlich preussischen Kommerzienrat ernannt und durch Urkunde vom 16.06.1913 zum Geheimen Kommerzienrat.

In seinem Buch "Lobberich im Aufbruch" schreibt Dr. Theo Optendrenk über Hermann van der Upwich: "Als Unternehmer mit großem sozialem Engagement und als Beigeordneter der Gemeinde nahm er gestaltend Einfluss auf die Entwicklung Lobberichs" (Seite 40).

Hermanus Johannes Petrus van der Upwich
Hermanus Johannes Petrus van der Upwich

Sein Sohn war Karl van der Upwich, (* 19.11.1869, Lobberich, + 11.08.1949, Lobberich). Er war verheiratet mit Berta geborene Schleß, (* 22.05.1872 in Xanten, + 12.01.1945) Nach der Inflation 1923 ging die Firma 1927 van der Upwich in der Girmes - Gruppe auf.

Gruft van der Upwich Lobberich Friedhof
Familiengruft van der Upwich auf dem Lobbericher Friedhof

Ihr Sohn, Carl Hermann Gisbert van der Upwich, (* 07.12.1901, Lobberich + 04.10.1967) studierte an der Universität in Köln und war Wirtschaftsjurist und Landwirt. Er wohnte bis zum 30.10.1952 in der jetzt nicht mehr existierenden elterlichen Villa an der früheren Bahnstraße 38 (heute Link Niedieckstraße).

Dieser gründete testamentarisch die Link Van der Upwich-Schleß'sche Stiftung.


Anschlussstraßen:

  • Link Hagelkreuzstraße (Verlängerung nach Süden hin)
  • Link Kempener Straße (kreuzt in West-östlicher Richtung)
  • Link Samtbandstraße (nach Westen - gegenüber knickt ein Teil der Straße als Stichstraße nach Osten)
  • Link Heinrich-Haahnen - Straße (nach Osten - gegenüber führt ein Teil der Srtraße als Stichstraße nach Westen)
  • Link Heinrich-Kessels-Straße (gleichzeitig Knick der Straßenführung nach Westen)