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Donnerstag, 03. März 2005


Markt wie vor 500 Jahren


Lobberich bereitet sich auf ein einmaliges Festwochenende im September vor

Von Daniela Veugelers

Das Siegel von (...) (Karl von Egmond) ist ein Fahnenmotiv in Lobberich.

Lobberich. Im Lobbericher Werbering wurden nun die ersten Details für die im September geplante Feier anlässfich der "500 Jahre Marktrechte" vorgestellt.

Von Freitag, 9., bis Sonntag, 11. September, verwandelt sich die Lobbericher Innenstadt in ein historisches Marktgeschehen.

Zu diesem Zweck bietet das Stoffhaus Wende allen Interessierten Stoffe und Schnittmuster zur Anfertigung von Kostümen an.

Während der Markttage verlagern die ortsansässigen Einzelhändler ihre Stände nach draußen, wo sie am verkaufsoffenen Sonntag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr ihre Waren "feilbieten".

Die Straßenzüge werden mit historischen Fahnen und Wimpeln mit Bildnissen des Lobbericher Wappen (drei Leoparden), dem Bildnis von Karl Egmond und seinem Siegel (siehe Bild) geschmückt.

Lobbericher Straßengemeinschaften können sich die Fahnen kostenlos bei Organisator Norbert Backes, Telefon 02153/405405, bestellen. Der VVV Lobberich verkauft bereits im Vorfeld kleine Metall-Pins mit dem Lobbericher Wappen zum Preis von 2,50 Euro. Der Erlös dient der Finanzierung der 500-Jahrfeier.

Der Schwerpunkt der "Feierlichkeiten" findet auf dem "Alten Markt" vor dem ehemaligen Rathaus statt. Dort befindet sich auch die Hauptbühne, auf der am Freitagbend ab 19.30 Uhr die beiden Bands "Tasty Nuts" und "Funfair" auftreten. Offiziell werden die Feierlichkeiten am Samstag um 11 Uhr durch Bürgermeister Christian Wagner eröffnet. Mittelalterliches "Flair" verbreiten Gaukler, Artisten sowie Jüppchen Hahnebolz mit seinen Bänkelliedern. Der Heimatverein Wegberg-Beek stellt in Andenken an die damalige Haupteinnahmequelle den Flachsanbau sowie deren Verarbeitung vor.

Die dürstenden Kehlen der Besucher werden durch frische Getränke an den vereinseigenen Bierständen gestillt. Eher deftig geht es bei der Verköstigung zu: Unter anderem wird eine "Muure Jubbel" mit Original Lobbericher Möhren zum Verkauf angeboten. Die neueste Herbst-und Winterkollektion wird den Besuchern im Rahmen einer Modenschau am Samstag und Sonntag präsentiert.

Auf dem Doerkesplatz können sich Besucher über eine Oldtimer- und Traktorenaustellung freuen, die Nettetaler Handwerkervereinigung präsentiert das Leben in einem Rheinischen Bauernhaus im Seerosensaal. In der evangelischen Kirche wissen Eltern ihren Nachwuchs gut behütet.

Am Sonntag wird um 11 Uhr ein Festgottesdienst auf dem Alten Markt gefeiert, mit musikalischer Unterstützung des Kirchenchores, der historische Lieder anstimmt.

Vor der Alten Kirche befindet sich eine weitere Bühne auf der SchülerInnen des Werner-Jaeger-Gymnasiums die Verleihung der Marktrechte nachspielen werden. In der Alten Kirche stellt die St. Sebastianus Bruderschaft ihr Königssilber aus dem Jahr 1471 aus.

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=> mehr zu den Marktrechten


Straßenname


Lobberich (dv). Am Dienstag entschied der Rat die neue Straße am Wohngebiet hinter der neuen Dreifachturnhalle "Rektor-Budde-Straße" zu benennen. Dieser war unter anderem Gründer der Lobbericher Stammtischrunde und Direktor der damaligen Volksschule. Mit diesem Entschluss überstimmte man den Vorschlag "Wilhelm-Riether-Straße" des Nette-Ausschusses.

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=> mehr über die Straßennamen in Lobberich


Motivation für den Nachwuchs


Leo Karmanns kann auf viele Erfolge zurückblicken

Billard/Lobberich. Nachdem Leo Karmanns, Mitglied der Billardfreunde Lobberich, Ende des vergangenen Jahres den Titel eines holländischen Bundesmeisters erringen konnte, setzte er mit Beginn des neuen Jahres seine Erfolgsserie in Deutschland fort. Nachdem er im Billardkreis Krefeld/Düsseldorf die Kreismeistertiel in der Freien Partie 2. Klasse, im Einband 2. Klasse sowie im Cadre 35/2 1. Klasse gewonnen hatte, war ihm die Qualifikation zu den Landesmeisterschaften sicher. Die Landesmeisterschaft in der Freien Partie, die in Essen-Borbeck stattfand, verlief für ihn sehr erfolgreich. Er spielte sich bis ins Finale und musste sich nur dem Landesmeister aus Oberhausen geschlagen geben, der mit einer Serie von 249 Points die Finalpartie für sich entschied. Leo Karmanns spielte einen GD von 35,71.


Leo Karmanns (hier nach dem Gewinn der holländischen Bundesmeisterschaft)
bleibt auf Erfolgskurs.

Ende Januar spielte Leo Karmanns die Landesmeisterschaft im Einband 2. Klasse mit acht Teilnehmern aus Nordrhein-Westfalen und konnte sich üherraschend in dieser schwierigen Disziplin den Landestitel holen. In der Finalpartie gegen Ralph Unkel vom BC Germania Borbeck spielte er seinen Gegner mit 100:52 in Grund und Boden. Er erspielte einen GD von 4,24 und sich dadurch in die 1. Klasse Einband. Ausrichter dieser Landesmeisterschaft war der BSF Goch.

Ein weiterer Höhepunkt war die Landesmeisterschaft im Cadre 35/2 1. Klasse, die vom BSC Hasselt ausgerichtet wurde. Leo Karmanns spielte sich bis ins Finale, wo er ausgerechnet auf den Lokalmatadoren Christian Mooren traf. Gespielt wurde bis 250 Points. In nur zwei Aufnahmen beendete Mooren die Partie mit einer Serie von 166 Points und ließ Leo Karmanns keine Chance. Doch mit diesem zweiten Platz kann er hoch zufrieden sein.

Mit diesen herausragenden Leistungen von Leo Karmanns könnten die Billardfreunde Lobberich wieder eine Landesmeisterschaft übernehmen. Der Lokalmatador hat sich schon etabliert. Im übrigen bieten die Lobbericher Billardfreunde eine hervorragende Plattform, um das Karambol-Billard zu erlernen. Nicht nur Jugendliche, auch Leute über 40 können durch den Billardsport einen interessanten Freizeitausgleich betreiben.

Infos gibt es bei Hans Hönke, Telefon 02158/1297.


Literarisches Jubiläum mit Lesung


Die Nettetaler Literaturtage feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen / Festprogramm im Sommer

Nettetal (dv). In diesem Jahr kann der Verein Nettetaler Literaturtage auf sein zehnjähriges Bestehen zurück blicken. Dieses Jubiläum feiern die Literaturfreunde mit einem "Literarischen Sommer" sowie den sechsten Literaturtagen zur gewohnten Zeit im Herbst. Die Erfolgsgeschichte begann am 10. Januar 1995, als sich auf Einladung der Stadtbücherei sieben Personen zu einem konspirativen Treffen trafen. Sie wollten die Chancen ausloten, ein großes literarisches Projekt gemeinsam umzusetzen. Nach zwei weiteren Gesprächsrunden im Februar und im März kam es dann am 16. Mai 1995 zum entscheidenden Zusammentreffen, an dessen Ende nichts Geringeres stand als die Gründung eines Vereins - eines Literaturvereins.

Zu den Vereinsgründem gehörten die drei Nettetaler Buchhandler (heute noch Anke Stefer und Fabian Matussek), die im täglichen Geschäftsleben in Konkurrenz zueinander stehen. Unter dem Dach der "neutralen" Stadtbücherei (Leitung Ulnch Schmitter) stellte man das Konkurrenzdenken zurück. Zu den ersten Literaturtagen im Herbst 1995 konnten bereits 16 literarische Veranstaltungen in 14 Tagen angeboten werden und das alles ohne die finanzielle Unterstützung durch öffenthche Mittel. Dieses Vorhaben gelang nur durch die Gründung eines Vereins, der schließlich am 13. Juni in der Sparkasse in Lobberich aus der Taufe gehoben wurde.

Die 1. Nettetaler Literaturtage waren ein großer Erfolg. Die rund 30 Mitglieder und das begeisterungsfähige Nettetaler Publikum sorgten für einen guten Besuch bei den verschiedenen Autorenlesungen, und nach dem Ende der Literaturtage stand für die Organisatoren fest: Dieses Literaturfestival sollte kein einmaliges Ereignis bleiben, sondern sollte möglichst regelmäßig wiederholt werden. Seitdem finden die Nettetaler Literaturtage alle zwei Jahre statt.

Seit Anbeginn der Literaturtage führen die Vereinsvorsitzenden auch ein Gästebuch in dem sich solch hochkarätige Namen wie Donna Leon Helmut Karasek Elke Heidenreich Klaus Bednarz, Wolfgang Hohlbein Ingrid Nolte Jacques Berridorf, Christine Westermann, Dieter Wellershoff, Frank Goosen und viele mehr finden. Mittlerweile ist dieser kleinen "Schatz" von 60 Seiten, n-üt lieben Grüßen oder nachdenklichen Sprüchen und Widmu.ngen gefüllt. "Der schönste Gruß stammte von der niederländischen Autorin Conny Palmen, die extra ein Gedicht für uns getextet hat", so der erste Vorsitzende des Vereins Literaturtage, Ulrich Schrnitter.


Zehn Jahre Literaturtage bedeuten auch viele schöne Treffen mit den Stars der Schreiber-Szene. Ulrich Schmitter, Leiter der Stadtbückerei und erster Vorsitzender des Vereins, hält alle Autoren mit Bild in einem Gästebuch fest. Foto: Daniela Veugelers

Bis heute bedeutete jede Autorenlesung eine kleine Zitterpartie für die Organisatoren, denn "schon oft haben sich unsere Autoren verfahren", weiß Schmitter. Zu diesem Zweck werden die "Stars" unter den Autoren auch zu Hause abgeholt, wie es bei Elke Heidenreich der Fall war "Nach der Lesung habe ich sie und ihren Fotografen zurück nach Köln gefahren und wurde von Frau Heidenreich in ihre Lieblingskneipe eingeladen, das war noch ein sehr schoner Abend", schmunzelt Schmitter. Die Zahl der Vereins-Mitglieder ist mittlerweile auf 223 angestiegen und die Nachfrage nach Eintrittskarten zu den einzelnen Lesungen wird immer größer.

Schon seit den ersten Literaturtagen eine Besonderheit waren immer die Künstler, die außergewöhnliche und manchmal schräge Programme präsentierten. Erinnert sei an dieser Stelle zum Beispiel an die Eröffnungsveranstaltung der 1. Literaturtage. Der Artist und hterarische Wortakrobat Markus Jeroch verzauberte das Pubhkurn init einer funosen Darbietung. Eine weitere Attraktion der Literattatage waren auch immer die Orte, an denen die Lesungen stattfanden. In einem Möbelhaus, in einer Blumenwerkstatt, auf einem Dachboden, in Schloss Krickenbeck oder in der Boxengasse eines Gestüts. Das abwechslungsreiche Programm und die ungewohnlichen Orte machten und machen das Flair der Literaturtage aus.

Auch zum Zehnjährigen werden die Organisatoren wieder ein abwechslungsreiches, anspruchsvolles und unterhaltsames Programm zusammenstellen. Bekannte und interessante Autoren werden vom 16. Oktober bis zum 2. November wieder zu Gast in Nettetal sein. Der Kartenverkauf beginnt nach den Sornmerferien.

Vorher möchten die Gründer der Literaturtage mit allen Freunden zusammen Geburtstag feiern. Im Frühsommer gibt es ein literarisches JubiläumsSommerprograrnm, mit einem großen Geburtstagsfest im Zirkuszelt der Jugendherberge Hinsbeck am 5. Juni; Eine Open-Air-Lesung im Garten Gröne zum 200. Geburtstag des dänischen Dichters Hans Christian Andersen am 19. Juni sowie eine Lesung des Krimiautors Horst Eckert im Waldatelier van Eyck am 1. Juli.

Karten erhält man ab sofort in der Stadtbücherei Nettetal (02153/72031), der Bücherstube Kaldenkirchen (02157/ 3933) und in der Buchhandlung Matussek (02153/916430).


Kombination von Malerei und Objekten


Fünfte Ausstellung "Gleich ums Eck" in der Rathaus-Galerie lockte viele Besucher


Dagmar Reichel und Walter Königs stellen unter dem Titel "Gleich ums Eck', ihre Werke wie Malerei und Objekte in. der Nettetaler Rathausgaterie aus. Foto: Inge von den Bruck

Nettetal (ib). Objekte, Malerei und Druckgrafiken sind Kunst-Gegenstände der Ausstellung "Gleich ums Eck", die am letzten Freitag in der Rathaus Galerie eröffnet wurde.

Mit dem in Kempen geborenen Walter Königs und der in Moers geborenen Dagmar Reichel haben sich zwei Künstler in Nettetal zusammengefunden, die beide "auf sehr subjektive und individuelle Art eine Weit entwerfen, die gegen eine andere steht", so die Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher, die eine kurze Einführung in die Ausstellung gab.

Sie würden nicht in ihren Entwürfen über ihre Ideen für eine neue und bessere Reafitä berichten, sondern, zwangsläu fig wenn auch unbewusst, über ihre Erfahrungen mit der jetzi gen. Walter Königs verwende zum einen Objekte aus Fund holzer, denen ihr Alter und ihre Geschichte deutlich anzus hen ist. Sie tragen Spuren der Zeit und Vergänglichkeit. "Es scheinen lebendige Hölzer zu sein, die sich immer noch zu verändern vermögen", so die Kunsthistorikerin. Die Fundstücke aus einer anderen Welt voller "Lärm und Radau", fügt Walter Königs neu zusammen.

In seinen Arbeiten hat er den Einsatz von Farbe, Zeichnung und Form stark reduziert. Auch bei Dagmar Reichel findet der Betrachter eine farbliche und zeichnensche Reduzierung,

Während Walter Königs Arbeiten dem Betrachter Pojektionsflächen für die eigenen Gedanken bietet, setzt sich Dagmar Reichel aktiv mit der vielschichtigen Welt auseinander und formuliert Themen die ein Leben bestimmen, wie Beziehungen, Kommunikation, den Dialog zwischen zwei Menschen. Die teilweise poetischen Titel weisen auf die thematischen Auseinandersetzungen hin. Sie schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Distanz, aus der heraus sich der Betrachter seine eigenen Gedanken machen kann.

Das Zusanunenspiel der Bilder der und der Objekte der beiden Künstler fordern den Betrachter zum Mitgestalten auf und sind noch bis zum 10. April zu sehen. Öffnungszeiten Mo-Mi 8 bis 16.30 Uhr Do. 8 bis 18 Uhr, Fr. 8 bis 12 Uhr und Sa. von 10 bis 12 Uhr


Spende für Schule


Schüler sammeln für Kinder in Sri Lanka

Lobberich (dv). Die Gesamthausptschule (GHS) am Ingenhovenpark beteiligt sich an einer Hilfsaktion für die vom Tsunami betroffenen Schulen in Sri Lanka und Indonesien. Schüler und Schülerinnen der Klassen sieben, acht und neun sammeln derzeit Spenden bei Straßenaktionen in Lobberich für den Wiederaufbau von Schulen. Das Geld wird für die von der Zeitschrift "Stem" initiierte Aktion "Schulen helfen Schule" zweckgebunden verwendet.

Die verwüsteten Klassenzimmer und Schulmaterialien sollen ersetzt werden, Lehrergehälter müssen bezahlt werden. "Das wird allen Kindern helfen, ihre Verluste und ihre Trauer um Angehörige schneller zu überwinden und zurück in einen geregelten Alltag zu finden", ist Lehrerin Sabine Kemming überzeugt die die Aktion an der Hauptschule ins Leben gerufen hat. Sie ist vor allem über das Engagement der Schüler begeistert. "Auch wenn nicht alle unserer Schüler gerne zur Schule gehen, haben sie erkannt, dass ohne eine ordentliche Schulbildung den Kindern etwas fehlt", so Kenuning.

Da die Schüler nicht einfach "betteln" wollten, haben sie sich verschiedene Aktionen ausgedacht. Die Schülerinnen und Schüler des Kurses Jonglieren" aus den Jahrgangstufen sieben bis neun beschlossen, aktiv mitzuwirken. "Wir jonglieren, fahren BM-Rad, bieten an Taschen zu tragen. Wir können vorlesen, bei Problemen rnit privaten Computer helfen. Unsere Hilfe kostet für fünf Minuten nur ein Euro", so die Schüler.

Am vergangenen Mittwoch und Montag fanden in der Zeit von 14 bis 16 Uhr die ersten beiden Straßenaktion in der Lobbericher Fußgängerzone statt. Bisher kamen über 100 Euro zusammen, von denen mindestens zwei Schultafeln gekauft werden können.

Am kommenden Montag, 7. März geht die Aktion in der Fußgängerzone Lobberich zwischen 14 und 16 Uhr weiter.


ZWAR: Auch im Alter aktiv sein


Am 17. März gründet sich die erste ZWAR-Basisgruppe in Lobberich / Alle sind herzlich eingeladen

Von Daniela Veugelers

Nettetal. Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, auf der anderen Seite aber immer weniger Kinder geboren werden. Die sozialen Sicherungssysteme stehen bald vor einem unlösbaren Problem, so dass seit einiger Zeit ein Umdenkungsprozess einsetzt, der "alte" Werte wie Lebenserfahrung und Berufserfahrung wieder in den Vordergrund stellt. Besonders der unschätzbare Wert "Zeit" , den viele Senioren mitbringen, wird neu entdeckt. Die Stadt Nettetal greift nun mit der Gründung einer ZWAR-Gruppe (Zwischen Arbeit und Ruhestand) die Idee eines Seniorennetzwerkes, für die sogenannten jungen Alten,"' ab 50 Jahre auf.

Am übernächsten Donnerstag, 17. März, fällt der offizielle Startschuss für ZWAR im Stadtteil Lobberich - da in diesem Stadtteil die meisten Senioren leben. Etwa 2.500 Bürger/innen des Stadtteils zwischen 50 und 65 Jahren sind zur Gruppengründungsveranstaltung um 18 Uhr in die Aula der Gemeinschaftshauptschule am Ingenhovenpark eingeladen. Alle Bürger/innen aus den anderen Stadtteilen und alle, die älter sind, sind ebenfalls herzlich willkommen. "Mit der Altersangabe zwischen 50 und 65 Jahren wollen wir keinen beleidigen oder ihn in die Ecke der Alten stellen", erläutert der Altenfachberater Christian Fortmann. Nach seinen Erfahrungen vollziehen sich allerdings in diesem Zeitraum einschneidende Veränderungen im beruflichen wie im privaten Umfeld. "Mit dem Auszug des Kindes oder dem Tod eines Partner entsteht ein Bedarf an neuen Anschlussmöglichkeiten", erläutert Fortman. In den ZWAR-Gruppen versammeln sich ältere Arbeitslose, Frührentner und Rentner sowie Männer und Frauen die noch zu jung sind, um in den Ruhestand zu gehen und finden sich in Kleinstgruppen für Freizeitaktivitäten wie Kegeln, Radfahren, Wandern oder Kochen zusammen.

"Durch das Miteinander in einer ZWAR-Gruppe konnte ich mir einen Kindheitstraum erfüllen", erzählt Brigitte Barabasch-Urin, aktives Mitglied der ZWAR-Basisgruppe in Waldniel. Das Besondere an den Gruppe ist ihre offene Führung. Dies bedeutet, es gibt keinen "Vorsitzenden" sondern alle Gruppe entscheiden gemeinsam über anstehende Fragen. "Mit diesem Konzept wollen wir vermeiden, dass nach dem Ausscheiden von ein oder zwei Personen die ganze Gruppe zusammenbricht", weiß Wolfgang Nötzold, Fachberater der ZWAR-Zentralstelle NRW.

Freuen sich gemeinsam au die Gründung der ZWAR-Basisgruppe am 17. März (v.I.): Bürgerf meister Christian Wagner, der Altenfachberater der Stadt Christian Fortmann, Marion Küpper vom Kreis Viersen, ZWAR-Mitglied Brigitte Barabasch-Urin und ZWAR-Fachberater Wolfgang Nötzold. Foto: Daniela Veugelers

Geplant ist, dass die ZWAR-Gruppe nicht nur in Lobberich bleibt sondern es sollen weitere Gruppengründungen in den anderen Stadtteilen folgen. Die Teilnahme ist kostenlos und jedem Interessenten freigestellt. Von daher richtet sich ZWAR auch an alle, die bisher nicht in einem Verein gebunden sind. Es gibt keine Beitrittserklärung oder Mitgliedsbeiträge. Den "ZWARlern" ist wichtig, dass sie eigenen Interessen nachgehen und Dinge tun können, die Sie immer schon vorhatten, aber bisher nie verwirklichen konnten. In NRW gibt es mittlerweile über 800 vernetzte ZWAR-Gruppen. Die Aktivitäten reichen von gemeinsamen Unternehmungen über Bildungsveranstaltungen bis zu Selb.Sthilfeprojekten und sozialem Engagement.

Alle Informationen zu ZWAR in Nettetal erhalten Sie bei beim Altenfachberater Christian Fortmann im Rathaus der Stadt Nettetal unter der Rufnummer 02153-18985026.


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