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Donnerstag, 26. Juli 2007


Nicht allein und nicht ins Heim


Lobberich. Viele Menschen haben sich bestimmt schon Gedanken darüber gemacht, dass sie ihr Rentnerdasein und den Lebensabend nicht alleine verbringen wollen. Viele Rentner wollen bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben führen. Doch wie findet sich dafür die beste Wohnform? Fragen, die sich die ZWAR-Gruppe „Wohnen im Alter“ seit zwei Jahren stellt. „Unser Ziel ist, dass jeder Teilnehmer die Wohnform findet, mit der er am glücklichsten ist“, fasst Sprecherin Elisabeth Olschweski die Ziele der Gruppe zusammen.


Foto: Daniela Veugelers

Da die wenigsten Pensionisten direkt nach der Verrentung ins Altersheim ziehen wollen und für eine Altersresidenz das Geld fehlt, sucht jedes Gruppenmitglied die jeweils passende Wohnform fürs Alter. „Innerhalb der Gruppe gibt es verschiedene Vorstellungen, wie wir unsere Lebensabende verbringen wollen. Die einen wollen lieber in Stadtnähe wohnen, die anderen zieht es eher aufs Land“, fasst Ingrid Lange zusammen.

Bei den monatlichen Treffen werden alle bisherigen Möglichkeiten, den Lebensabend zu verbringen, diskutiert. „Viele Leute machen sich zu spät Gedanken darüber, wie es nach der Rente weiter gehen soll. Denn die Aufgabe des Eigenheims fällt vielen nicht leicht“, so Lange.

Besuchten anfänglich noch rund 30 Personen die Treffen, ist die Gruppe heute auf fünf Teilnehmer geschrumpft. „Da wir viele Leute kennen, die nicht sofort ins Altersheim wollen, müssten sich doch mehrere Interessenten für unsere Idee finden lassen“, so Dieter Olschweski. Alle Gruppenteilnehmer wollen ihre wirtschaftliche und rechtliche Eigenständigkeit bis ins hohe Alter erhalten. „Jedoch wollen wir auch nicht alleine sein“, so Ulrike Theisen. Ihrem Mann Volker und ihr schwebt ein Wohnprojekt vor, in dem sich alle Beteiligten helfen - eine kleines soziales Netzwerk.

„Ich könnte mir vorstellen, einen Bauernhof zu kaufen, auf dem jeder eine eigene Wohnung hat, wo es aber auch Gemeinschaftsräume als Treffpunkt gibt“, so Elisabeth Olschweski. Ideal wäre dabei ein generationsübergreifendes Wohnen, bei dem sich die Bewohner gegenseitig helfen. „Wir Älteren könnten auf die Kinder aufpassen, im Gegenzug hilft man sich beispielsweise bei schweren Einkäufen. In Anlehnung an die Großfamilie schwebt uns der Aufbau einer Großnachbarschaft vor“, so Olschweski.

Als Vollversorger will sich die Gruppe allerdings nicht verstanden wissen. „Wir wollen einen anderen Blickwinkel auf die Nachbarschaft einführen, in dem jeder auf den anderen schaut und seine Stärken mit einbringt“, erläutert Volker Theisen. Bei einem der nächsten Treffen will die Gruppe eine ZWAR-Wohngruppe in Grevenbroich besuchen. „Von diesem Besuch erhoffen wir uns weitere Anregungen“, so Ingrid Lange.

Gerne stellt die Gruppe ihr bisher erworbenes Wissen neuen Interessenten zur Verfügung. „Die Rentenberatung bleibt vielfach auf der rein rechtlichen Ebene. In unserer Gruppe können wir die Beratung viel persönlicher gestalten“, wirbt Dieter Olschweski.

Über die bisherige Arbeit haben sich die fünf verbliebenen Gruppenteilnehmer so gut kennen gelernt, dass einige erwägen, künftig gemeinsam in ein Haus zusammen zu ziehen. Dabei steht die Eigenständigkeit jedes Einzelnen natürlich im Vordergrund.

Die Mitglieder der ZWAR-Gruppe zahlen keinen Beitrag und müssen auch keinem Verein beitreten. Nähere Informationen erhalten Sie bei Elisabeth Olschewski unter Telefon 02153/13600 oder Email e.olschewski@web.de. Die nächsten Gruppentreffen finden jeweils mittwochs um 19 Uhr am 22. August, 26. September, 7. November und 19. Dezember statt. Treffpunkt ist am Haupteingang des Rathauses (Skulptur).

Mehr zur ZWAR-Gruppe Lobberich hier


Abos verkaufen sich schleppender


Das Nettetaler Kulturprogramm besticht seit Jahren durch sein qualitätsvolles Programm. Nicht ohne Grund wirbt die Seenstadt mit dem Slogan „Große Gäste auf der kleinen Bühne“.

Neben dem Besonderen Programm, wo sich Künstler der Kabarett- und Kleinkunstszene die Klinke in die Hand geben, locken die beiden Aboreihen mit spannenden Vorstellungen. In den vergangenen Jahren waren die Abos in wenigen Wochen ausverkauft. In diesem Jahr läuft der Verkauf etwas schleppender. An der Qualität des Programms wird es nicht liegen, dass noch immer 158 Karten für die beiden Aboreihen zu haben sind.

„Ich habe leider bisher mit der Prognose Recht behalten, dass wird durch die Preiserhöhung Einschnitte bei den Verkaufszahlen haben werden“, seufzt Roger Dick, zuständig für das Kulturprogramm in der Nette-Agentur. Seit der Preiserhöhung zeigt sich die Kundschaft deutlich zurückhaltender. Am deutlichsten spüren die Kulturschaffenden dies beim sogenannten Abo drei. Seitdem dieses Angebot eine Kostensteigerung in der höchsten Preisklasse von nahezu 30 Prozent erfuhr, halten sich die Kunden beim Kauf zurück. „Am ersten Verkaufstag lagen wir deutlich hinter den Zahlen des Vorjahres für das Abo drei“, rechnet Dick vor. Bisher gönnten sich „nur“ 167 Kunden das Doppelpaket aus Abo eins und zwei. Im Vorjahr waren es 208 Kunden.

„Bis zum Saisonstart am 9. September ist es noch etwas hin und wir sind zuversichtlich, dass das gute Programm die Kunden überzeugt“, so Dick. Der Fachmann für exzellente Theaterunterhaltung ist überzeugt, dass die gesunde Mischung von Schauspiel, Komödie, Musical und Theaterstück in den beiden Programmreihen noch weitere Anhänger finden wird. „Einige unserer Stammkunden sind einfach in eine andere Kategorie gewechselt um der Preisanpassung aus dem Weg zu gehen“, so Dick. Die Erhöhung des Preises war nicht zuletzt durch gestiegene Heiz- und Betriebskosten sowie die Mehrwertsteuererhöhung notwendig geworden. „Wir präsentieren seit Jahren ein exquisites Kulturprogramm mit namhaften Stars, da mussten wir die Preise anheben“, erläutert der Betriebsleiter der Nette-Agentur, Marc Lahmann.

Und dass es nicht nur am Preis liegen kann, beweisen auch die Zahlen des Abos eins - hier wurden bisher 447 Karten verkauft. Im Abo zwei waren es hingegen nur 398. „Ich sehe keine inhaltliche Begründung für den besseren Verkauf des ersten Abos“, rätselt Dick. Vermutlich liegt es am Traumtheater Salome, das durch puren Zufall Einzug ins Programm erhielt. An seiner Stelle war ursprünglich ein Theaterstück eingeplant, was kurzfristig abgesetzt wurde. Ein Blick ins Programm zeigt, dass es sich für bisherige Kulturmuffel oder Zögerer lohnt, die Werner-Jaeger-Halle im Rahmen eines Theaterabos regelmäßig zu besuchen. Lachfalten sind beim Lustspiel „Chorprobe“ mit Heinz Werner Kraehkamp - vielen aus der Serie „Abschnitt 40“ bekannt - garantiert. Spannung und ein Blick in die Vorstandsetagen erlaubt das Schauspiel „Die Grönholm-Methode“. Als neues Traumpaar der Bühne präsentieren sich Eleonore Weisgerber und Peter Bongartz in „Kleine Eheverbrechen“. Ein Mann, der sein Gedächtnis verloren hat, kehrt mit seiner Frau nach Hause zurück. Aber ist es wirklich seine Frau, oder ist er in der richtigen Wohnung? Eher lustig fällt der Blick mit Michael Lesch hinter die Kulissen Hollywoods in „Mondlicht und Magnolien“ aus. Den Abschluss des Abos bildet die musikalische Revue über „Zarah Leander“.

Sollten Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sein, die Nette-Agentur hilft bei der Platzwahl gerne weiter. Weiter Infos unter Telefon 02153/9588-0.


Wie sieht die Altenarbeit künftig aus?


(dv) Unsere Gesellschaft wird immer älter. Jedoch gehören die Senioren und Pensionisten noch lange nicht zum „alten Eisen“. Es gibt viele junggebliebene Senioren, die ein hohes Interesse an gemeinsamen Aktivitäten mit Gleichgesinnten haben.

Die Altentagesstätten in den sechs Stadtteilen beispielsweise bieten ein umfangreiches Programm von Tagesfahrten über Sprachkurse, Gehirnjogging, Spiele, Vorträge sowie sportliche und künstlerische Aktivitäten. Dennoch könnte der Zuspruch noch verbessert werden.

Seit Jahresbeginn beraten die Träger der Altentagesstätten, mit Verwaltungs- und Fraktionsvertretern sowie den Einrichtungsleitern und der ZWAR-Gruppe über die zukünftige soziale Arbeit mit Älteren. Innerhalb von zwei Gruppen - der Steuerungs- und Entwicklungsgruppe - werden Ziele formuliert. Begonnen wurde die Arbeit der Steuerungsgruppe mit einer Bestandsaufnahme der bisherigen Aktivitäten. Als Ziele sind seitdem die Änderung der Bezeichnung „Altentagesstätte“, die Mitwirkung bestimmter Gruppen (Ältere ab 50 Jahre) und die Altentagesstätte als Anlauf- und Informationsstelle im Ortsteil formuliert worden. Die nächste Sitzung ist für Oktober vorgesehen.

Die Entwicklungsgruppe tagt insgesamt sechsmal im Jahr, wobei bereits zwei Sitzungen in wechselnden Altentagesstätten abgehalten wurden. Derzeit arbeitet man an den Themenbereichen „Werte -Ziele -Zielgruppen“. In der nächsten Sitzung soll über die ersten Ergebnisse beraten werden. Für Ende des Jahres ist die Vorlage des Abschlussberichtes vorgesehen. Danach werden die Ergebnisse - die möglicherweise Auswirkungen auf die Räume und deren Gestaltung haben - im Seniorenausschuss diskutiert.

Die Verwaltung machte aber deutlich, dass bis zu ersten Entscheidungen rund zwei Jahre vergehen könnten. Die Stadt ist derzeit in Zusammenarbeit mit den Trägern der Altentagesstätten dabei, mögliche Alternativen zu prüfen.


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