Juli 2008


Lebensbegleitende Familie


Die Kolpingsfamilie hält auch mit neuem Vorsitzenden an den alten Grundsätzen fest

Personell hat sich die Kolpingsfamilie Lobberich neu aufgestellt. Pfarrer Günter Wiegandt ist neuer Präses.
Arno Peffer ist als Erster Vorsitzender aufgerückt.

Lobberich. Seit 1865 besteht die Kolpingsfamilie in Lobberich. Nach wie vor werden hier die Grundsätze und Leitmotive groß geschrieben. Dafür will Arno Peffer als neuer Vorsitzender auch in Zukunft sorgen. Der Lobbericher gehört der Gruppeseit nunmehr 28 Jahren an.

Die Prinzipien der Kolpingsfamilie sind ihm wichtig. Er verweist auf deren gesellschaftliche Rolle. So versteht sich die Kolpingsfamilie außerdem als Anwalt der Familie. „Wir sind in der Kirche zu Hause", erklärt Peffer. Und er fügt hinzu: „Wir verstehen uns als die soziale Stimme der Kirche."

Im Mittelpunkt steht der Mut zur Gemeinschaft

Eine wichtige Rolle bei der Kolpingsfamilie spielt der „Mut zur Gemeinschaft", wie es Peffer ausdrückt. Seite an Seite setzt man sich für christliche Grundwerte ein.


Hermann Josef Müller, Vertreter für die Mitglieder ab 50 Jahren, und Vorsitzender Arno Peffer wollen in der Kolpinfsfamilie Lobberich den „Mut zur Gemeinschaft" fördern. Foto: Kamps

Das gemeinsame Erleben von verschiedenen Freizeitaktivitäten gehört ebenso zum Ziel der Kolpingsfamilie. Dazu gehören beispielsweise gemütliche Kegelabende, Koch-Treffen oder auch Vorträge zu verschiedenen Themen.

Der Einsatz für soziale Gerechtigkeit, den sich die Mitglieder der Kolpingsfamilie auf die Fahne geschrieben haben, drückt sich unter anderem in der traditionellen Altkleidersammlung aus. Gespendete Klamotten werden wieder verkauft und der Erlös wird für den guten Zweck verwendet. So werden vom gesamten Kolpingwerk in Deutschland Projekte in Indien unterstützt. „Hier setzen wir uns für die soziale Gerechtigkeit ein", berichtet Peffer. Das geschieht zum Beispiel durch die Unterstützung von Leuten, die den unteren Kasten, also Bevölkerungsgruppen, angehören und wenig Rechte besitzen.

Dafür und für viele andere Aktionen der Kolpingsfamilie setzen sich in Lobberich im Moment 73 Mitglieder ein. Ein Ziel ist es, vor allem auch junge Familien für die Mitarbeit und Mitgliedschaft zu gewinnen. Denn ähnlich wie bei anderen Vereinen ist auch bei der Lobbericher Kolpingsfamilie über mangelnden Nachwuchs zu klagen.

Eine spezielle Gruppe für Leute ab 50

Natürlich sind nicht nur junge Leute willkommen. Im Gegenteil. Innerhalb der Gruppe besteht nämlich eine spezielle Abteilung, in der sich die Menschen ab 50 Jahren gemeinsam organisieren. Geleitet wird diese Gruppe von Hermann Josef Müller. Er ist ein wahres Urgestein in der Kolpingsfamilie, denn seine Mitgliedschaft läuft bereits seit 1952. Er bringt es prägnant auf den Punkt, was an der Gruppe so besonders ist: „Wir sind eine familienhafte Gemeinschaft."

Das unterstreicht auch Arno Peffer: „Wer einmal von der Idee und von den Grundsätzen begeistert ist, der bleibt. Wir verstehen uns als Lebensbegleitende Familie."

Dirk Kamps

Mehr zur Kolpingsfamilie Lobberich erfährt man beim Ersten Vorsitzenden, Arno Peffer, unter 02153/ 3843.


Kolpingwerk in Köln

Die Kolpingsfamilie Lobberich gehört dem Kolpingwerk an, das seinen Sitz in Köln hat.
Benannt ist es nach Adolph Kolping (1813 -1865), der zweiter Präses des von Johann Gregor Breuer 1846 in Elberfeld gegründeten Gesellenvereins war und später in Köln und an vielen anderen Orten weitere Gesellenvereine gründete. 1850 schlossen sich die ersten dieser Vereine zu einem Verband zusammen, der 1935 in „Kolpingwerk" umbenannt wurde. Hier setzen sich nun Menschen aus allen Berufen und Schichten für christliche und soziale Grundsätze ein.


Die Kolpingsfamilie handelt nach folgenden 12 Leitsätzen:

  1. Wir laden ein und machen Mut zur Gemeinschaft.
  2. Wir handeln im Auftrag Jesu Christi.
  3. Wir nehmen uns Adolph Kolping zum Vorbild.
  4. Wir sind in der Kirche zu Hause.
  5. Wir sind eine generationsübergreifende familienhafte Gemeinschaft.
  6. Wir prägen als katholischer Sozialverband die Gesellschaft mit.
  7. Wir begleiten Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Bildung.
  8. Wir eröffnen Perspektiven für junge Menschen.
  9. Wir vertreten ein christliches Arbeitsverständnis.
  10. Wir verstehen uns als Anwalt der Familie.
  11. Wir spannen ein weltweites Netz der Partner' schaft.
  12. Wir leben verantwortlich und handeln solidarisch.


Der "Pluspunkt Nettetal" betreibt keine eigene Internetseite.

Dem Lobberland e.V. wurde am 19. Juli 2007 durch den Veranwortlichen Redakteur, Dirk Kamps die Erlaubnis erteilt,
die Lobberich betreffenden Berichte online anzubieten. Dies bedeutet aber keine generelle Erlaubnis zur Verwendung der Daten.
Die Rechte liegen bei Pluspunkt Nettetal. Die Zeitschrift gehört zum Extra - Tipp Viersen.


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